KulturVorteil EXTRA: Begegnungen

Exklusiv für die Abonnentinnen und Abonnenten der TheaterGemeinde Hamburg gibt es eine Veranstaltungsreihe mit dem Titel „Begegnungen“. Wir laden Sie ein, ein- bis zweimal in einer Spielzeit eine besondere Veranstaltung zu besuchen. „Begegnen“ werden sich: Unterschiedliche Genres, Themen, Kunstrichtungen, Musikstile und und und. Lassen Sie sich überraschen!


Elbphilharmonie entern!

Ein exklusives Konzert mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen

Der neue Konzertsaal in Hamburg hat eingeschlagen „wie eine Bombe“ und entsprechende Verwüstungen verursacht: Mit der Eröffnung der Elbphilharmonie ist ein „run“ auf die dortigen Konzerte ausgebrochen, dass man sich verwundert die Augen reibt. War da was? Krise bei klassischen Musik? Silbersee im Zuschauerraum? Nachwuchsprobleme beim Publikum?

Da es nicht ansatzweise ausreichend Plätze für die immense Nachfrage nach Konzerten in der Elbphilharmonie gibt, hat die TheaterGemeinde Hamburg sich sehr frühzeitig vorgenommen, aus der Not eine Tugend zu machen, und veranstaltete am 11.09.2017 kurzerhand ein Konzert ausschließlich für die Abonnentinnen und Abonnenten der TheaterGemeinde. 

Das Orchester des Abends, Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, hat sich nicht nur in die erste Liga der deutschen Klangkörper vorgespielt, sondern gehört mittlerweile zu einem der weltweit führenden Orchester überhaupt. Dirigentin war die Mexikanerin Alondra de la Parra, die mittlerweile in New York lebt. Der Solist des Abends für Beethovens Klavierkonzert war der britische Pianist Paul Lewis, ein Schüler Alfred Brendels und wie sein Lehrer dem poetischen Klavierklang verpflichtet.

Auf dem Programm standen die Werke

  • Alberto Ginastera, Variaciones concertantes op. 23
  • Ludwig van Beethoven, Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur op.58
  • Igor Strawinsky, Pulcinella Suite
  • Sergej Prokofjew: Sinfonie Nr. 1 D-Dur op. 25 „Symphonie Classique“.

Das gesamte Konzert im Großen Saal der Elbphilharmonie war ein kulturelles Ereignis der ganz besonderen Art!

Fotos: Martin Bieling


Wir machen Theater!

First Stage Theater und Stage School Hamburg stellen sich vor

Seit fast 30 Jahren gibt es sie schon: Die Stage School Hamburg, in der in einer dreijährigen Ausbildung die Schülerinnen und Schüler professionell in Tanz, Gesang und Schauspiel vor allem für die Sparte Musical ausgebildet werden. Im März 2016 feierte der jüngste Theater-Neuzugang Hamburgs Eröffnung: Das First Stage Theater. Endlich - der Name ist natürlich Programm - gibt es eine erstklassige Auftrittsmöglichkeit für den professionellen Musical-Nachwuchs: hauseigene Bühnenprogramme (etwa: „42nd Street“) und Shows, Produktionen aus der Hamburger Musiktheater-Szene sowie die beliebten „Monday Night Performances“.

Am 03.11.2016 gaben die Schülerinnen und Schüler der Stage School den Abonnentinnen und Abonnenten der TheaterGemeinde einen exklusiven Einblick in ihre professionelle Ausbildung zum Bühnendarsteller: auf ihrer hauseigenen Bühne zeigten sie uns Auszüge aus ihren Showprogrammen, aber auch charakteristische Probesituationen und typische Unterrichtseinheiten. Durch den Abend führten Theaterchef und Schulleiter Thomas Gehle sowie die Choreografin Anja Launhardt. Und natürlich bestand für alle Anwesenden die Möglichkeit, in einer kleinen Talk-Runde Fragen rund um das Thema Musical-Theater und professionelle Ausbildung sowie zu allem, was vor, auf und hinter der Bühne von Belang ist, an den Auszubildenden oder die Ausbildende zu bringen.

Fotos: Martin Bieling


„Mein schönes Fräulein, darf ich wagen…“

Ein vergnügliches Nachbarschaftstreffen von Ohnsorg Theater und SchauSpielHaus.

Am 25. Mai 2016 kam es nun zu einem künstlerischen Gipfeltreffen der besonderen Art, das in dieser Weise noch nicht da war! Das Deutsche SchauSpielHaus Hamburg war zu Gast im Ohnsorg Theater, und beide Ensembles nahmen daran teil. Neben Interviews mit Karin Beier (Intendantin Deutsches Schasupielhaus) und Christian Seeler (Intendant Ohnsorg Theater) kam es zu dem unerhörten Vorfall, dass ein niederdeutscher Faust (Joachim Bliese, Ohnsorg Theater) einem hochdeutschen Gretchen (Josefine Israel, SchauSpielHaus) ungeniert den Hof machte und auf Erhörung hoffte. Markus John (SchauSpielHaus) stellte den kölschen Taxifahrer Foxi vor, Siine Behrens und Holger Dexne (Ohnsorg Theater) präsentierten Auszüge aus „Wöör mit Kulöör - Die große Wörterfabrik“, und Sandra Keck und Ensemble sangen Songs aus „Rock op Platt“. Die charmante Moderatorin Elisabeth Burchhardt führte durch das Programm des Abends.

Fotos: Martin Bieling


Ohren auf für den Nachwuchs!

Es reicht schon lange nicht mehr, nur fleissig sein Instrument zu studieren - heute ist es alles andere als selbstverständlich, dass Menschen ein Konzert besuchen oder ganz allgemein etwas mit klassischer Musik anfangen können. Junge Künstlerinnen und Künstler sind gezwungen, sich mit der Vermittlung und Erklärung ihrer Arbeit zu beschäftigen - und dies auch zu können. Der Abend der „Begegnung“ im Lichtwarksaal am 29.10.2015 stand demnach ganz im Zeichen des künstlerischen Nachwuchses: Die Pianistin Verena Metzger, der Cellist Raphael Paratore und der Violinist Philipp Wollheim - alle drei Jahrgang 1992 - stellten ihr hohes musikalisches Können unter Beweis und waren zudem gerne bereit, Fragen und Antworten zu ihrem beruflichen Alltag, ihrer Ausbildung oder den Anforderungen durch ein sich veränderndes Publikum zu stellen.

Im Mittelpunkt des Abends stand die gespielte Musik: Die drei Instrumentalisten spielten das Klaviertrio d-moll op. 49 des damals 21jährigen Felix Mendelssohn sowie Dmitrij Schostakowitschs Klaviertrio e-moll op. 67 aus dem Jahr 1944.

Zwischen den beiden Trios stellte Amadeus Templeton das TONALi-Projekt vor - an dem auch die drei Musizierenden des Abends teilgenommen haben: Jedes Jahr werden junge und besonders begabte, in Deutschland studierende Musikerinnen und Musiker im Alter zwischen 16 und 21 Jahren eingeladen, sich für den TONALi-contest zu bewerben. Aus den vielen Bewerbungen werden 12 Finalisten von einer unabhängigen Fach-Jury ausgewählt - so jung diese Menschen sind, so hervorragend sind sie bereits auf ihrem Instrument. Was es damit auf sich hat, mit wie viel Begeisterung und Kollegialität die jungen Menschen teilnehmen - und wie vor allem viele hundert Schülerinnen und Schüler Jahr für Jahr über TONALi mit klassischer Musik in Berührung kommen und dem „Silbersee“ farbige Tupfer verleihen - davon berichtete Amadeus Templeton anschaulich und eloquent.

Fotos: Martin Bieling


OPER IN KURZ - Darf man das?

Oper in kurz - ein Scherz? Die TheaterGemeinde ist zu Gast im Opernloft (damals noch in der Fuhlentwiete unweit des Gänsemarkts), um genau dieser Frage nachzugehen. Und klar: Auf die Frage „Darf man Opern kürzen und bearbeiten?“, sagt das Opernloft ganz selbstbewusst „Ja“. Und das mit Ausrufungszeichen. Und lädt auch noch dazu ein, die im Foyer erstandenen Getränke ganz respektlos mit in die Vorstellung zu nehmen.

Wir fragen uns - und damit die Opernloft-Künstlerinnen und -Künstler: Was darf man machen auf einer Opernbühne? Warum macht das Opernloft genau das? Was meint das Publikum dazu? Sowieso „das“ Publikum: Gibt es das? Wer ist denn „das“ Publikum im Opernloft? Und schließlich: Warum eigentlich Oper? Ist die noch nötig? Warum soll man da hin?

Durch den Abend moderierten am 28.05.2015 überaus gutgelaunt und kurzweilig die drei Macherinnen des Opernlofts: Die Intendantin Inken Rahardt, die Geschäftsführerin und Sopranistin Yvonne Bernbom und die Dramaturgin Susann Oberacker. Gemeinsam mit den Sängerinnen sowie der Pianistin Makiko Eguchi ging es um nicht weniger als das Wollen und Wehe der Opernkunst von heute und in der Zukunft - musikalisch begleitet durch Ausschnitte aus „Heimliches Flüstern“, „Carmen“, „Der fliegende Holländer“, „Tosca“ und „Die Zauberflöte“. Im Anschluss an die Vorstellung bestand die Möglichkeit zu Austausch und Gespräch im geräumigen Opernloft-Foyer.

Fotos: Martin Bieling


„Begegnungen“ bitten zum Tanz

Unsere Frage für diesen Abend lautet: Was haben zeitgenössischer Tanz, vertreten etwa durch Namen wie William Forsythe oder Jan Fabre, gemeinsam mit klassischem Ballett, etwa den Choreographien von John Neumeier? Ganz viel? Ganz wenig? Gar nichts? Das HAMBURG BALLETT feiert weltweit Erfolge, die Vorstellungen in der Staatsoper sind meist bis zum letzten Platz ausverkauft. Das Choreographische Zentrum auf Kampnagel hingegen versucht, dem zeitgenössischen Tanz in Hamburg ein breiteres Publikum zu erschließen.

Das Programm des Abends (29.10.2014):

  • Einlass ab 18.45 Uhr, „warm up“ der Tänzerinnen und Tänzer
  • Filmausschnitte „Der Nussknacker“ - Choreographie John Neumeier
  • Filmausschnitte „Der Nussknacker“ - Choreographie Antje Pfundtner; Frau Pfundtner tanzt Ausschnitte aus ihrer Choreografie
  • Gespräch zwischen Ulrike Schmidt (Direktorin des Ballettzentrums) und Kerstin Evert (Künstlerische Leitung von K3-Zentrum für Choreographie), den Choreographinnen Antje Pfundtner und Jenny Beyer und dem Dramaturgen André Podschun: Was unterscheidet uns? Was verbindet uns?
  • Jenny Beyer stellt ihr aktuelles Stück DUETT vor und tanzt Ausschnitte
  • Schülerinnen und Schüler der Ballettschule John Neumeier tanzen Ausschnitte aus ihrer aktuellen Arbeit „Petruschka-Variationen“

Im Anschluss an die Veranstaltung lädt die TheaterGemeinde Hamburg ein zu einem Glas Wasser oder Saft oder Wein in der Kantine des Ballettzentrums. Hier besteht auch die Möglichkeit zum Gespräch mit den Mitwirkenden des Abends und den Mitarbeitenden bzw. den Vorständen der TheaterGemeinde Hamburg.

Fotos: Martin Bieling

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